Ulf Agné

Meine Instrumente

Einige meiner besten Freunde, sind meine Instrumente. Manche von ihnen begleiten mich schon mein ganzes Leben. Ihnen kann ich alles anvertrauen. Sie sind absolut verschwiegen und kaum einer kennt mich besser als sie. Mit ihnen erzähle ich meine Geschichten und drücke aus, was in mir so vorgeht. Jedes von ihnen hat einen eigenen Charakter und oft auch seinen eigenen Willen. Mit den Jahren haben sie dann alle ihre eigenen Namen bekommen.

Die Violinen Valeska
und Martha-Josephine

Valeska ist die älteste meiner Geigen und begleitet mich, seit ich 12 alt Jahre bin. Endlich konnte ich auf einer richtigen, großen Geige spielen. Sie war ein Geschenk meiner lieben, leider verstorbenen, Freundin Martha Schümer, deren Bruder schon auf der Geige gelernt hat. Über 40 Jahre hat sie mich als Freundin auf meinem Weg begleitet und wie sie, ist mir auch ihre Violine ein treuer Freund. Valeska begleitet mich häufig auf die Mittelaltermärkte, denn mit ihrem klaren und kräftigen Klang schafft sie es, sich gut gegenüber dem ganzen Trubel zu behaupten.

Im Gegensatz zu Valeska, ist Martha-Josephine eher von ruhiger Natur, mit einem schönen warmen Timbre. Sie klingt am besten in Räumen mit einer guten Akustik. Die dunkle Schönheit kommt aus Russland und wurde mir von meinem Geigenlehrer Albert Kurganov ans Herz gelegt. Er liebte alte Instrumente mit einem schönen Klang und gab ihnen eine Chance, auch wenn der Zahn der Zeit schon ihre Spuren hinterlassen hat.

Osmertha die Gitarren-Cister

Wie alle meine Instrumente, hat auch Osmertha eine lebhafte Geschichte hinter sich. Einst zog sie mit Michael Bingler von der Gruppe Spectaculatius über die Mittelaltermärkte. Eine Formatio, die schon seit über 20 Jahren mit Witz und toller Musik ihr „Unwesen" treibt und mir sehr ans Herz gewachsen ist. Osmertha begleitet auch mich auf meinen Reisen und sorgt so manches Mal für Heiterkeit. Sie kann sich einfach nicht entscheiden, ob sie eine Fanfare oder eine Gitarre sein möchte.

Ophelia die Drehleier

Ophelia ist die Diva unter den Instrumenten. Ihr müsst wissen, Drehleiern bedürfen der besonderen Fürsorge, damit sie klingen. Sie können es gar nicht leiden, nicht regelmäßig gespielt zu werden. Auch auf Temperaturschwankungen reagieren sie mitunter äußerst gereizt. Trotz ihrer Launen darf Ophelia bei meinen Auftritten nicht fehlen. Sie ist der Star unter den Instrumenten und überzeugt mit ihrer warmen, sonoren und rauen Stimme. Ophelia reiste einst mit Norbert Hanewinkel von der Gruppe Saltarello über die Landen und war bei den allerersten Mittelaltermärkten in Deutschland, dabei, die in den 80er Jahren ihren Anfang nahmen.

Ulf Agné Prof. Fjölde Raynmar der Fidler Schule der Spielleute

Projekte

KaméidiEnsemble für historische Musik
Ulf & KühnDuo mit Liedern aus dem 19. Jahrhundert

Projektarchiv

19. - 20.11.2025„Ich bin für mich"
von Martin Baltscheid
mit Froschkultur e.V.
07.05.2023„Krähe und Bär"
von Martin Baltscheid
Premiere in der TUFA Trier
mit Froschkultur e.V.